Hören Sie nicht auf Mistkäfer

Hören Sie nicht auf Mistkäfer

Was hat ein Mistkäfer mit der Zielerreichung zu tun?

Quelle: zeitblueten.com

Heute mal eine kurze Geschichte, von Burkhard Heidenberger, die – wie ich finde – recht gut in die Rubrik Zielerreichung passt: die Geschichte von der Schnecke und dem Mistkäfer.

Es war einmal eine Schnecke, die ganz gemütlich durch die Natur kroch, bis sie bei einem Kirschbaum ankam. Diesen wollte sie erklimmen.

Während die Schnecke begann, Millimeter für Millimeter an diesem Baum hochzukriechen, hörte sie von oben eine Stimme, die rief:

„Hey, du lahme Schnecke! Nimmst du dir da nicht ein bisschen viel vor? Wer hoch hinaus will, der fällt tief. Lass es sein, du bist nur eine Schnecke, das schaffst du nie!“

Die Schnecke erkannte hoch oben im Baum einen Mistkäfer sitzen, der versuchte, die Schnecke von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Schnecke aber war fest entschlossen, ihr Ziel zu erreichen und antwortete:

„Du kannst mich mal! Sag was du willst, ich schaffe das. Ich erreiche mein Ziel – ganz egal wie schwierig es auch wird!“

Der Mistkäfer weiter:

„Niemals, gib auf! Du bist zu schwach, das kannst du nie. Warum machst du dir das Leben so schwer, finde dich damit ab, dass du für solche Aktionen einfach nicht geschaffen bist!“

Das ließ die Schnecke nicht auf sich sitzen und entgegnete ihm keck:

„Merkst du eigentlich nicht, dass du nur Blödsinn von dir gibst? Wie du siehst, beeindruckt mich dein Geschwätz in keinster Weise. Also lass mich in Ruhe. Du kannst mich nicht davon abhalten, durchzuhalten!“

Der Mistkäfer überlegte, wie er die Schnecke aufhalten könnte. Er grübelte und versuchte krampfhaft, einen Weg zu finden, die Schnecke zum Aufgeben zu bewegen. Nach einiger Zeit wandte er sich erneut der Schnecke zu und rief:

„Hey, was bringt dir denn all die Anstrengung, hast du nicht geschnallt, dass noch nicht mal Kirschen am Baum sind?“

Der Mistkäfer war ganz stolz auf seinen tollen Einwand, bis er die Schnecke hörte:

„Du hast recht! Im Moment sind keine Kirschen am Baum, doch bis ich oben angekommen bin, sind wieder welche da!“

Autor unbekannt

Eine schöne ermutigende Geschichte, oder? Jeder von uns begegnet „Mistkäfern“ in seinem Leben, die versuchen, uns von unseren Träumen, von unseren Zielen abzubringen. Hören Sie nicht auf sie.

Passend zu dieser Geschichte noch ein Zitat von Gotthold Ephraim Lessing (dt. Dichter, 1729-1781):

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.

Geschrieben von Burkhard Heidenberge – Zeitblüten.com

Warum Ziele so wichtig sind

Warum Ziele so wichtig sind

Ziele spornen auch zu weiteren Leistungen an

Quelle: ecampus.haufe

Die kalifornische Küste lag nebelverhangen da an jenem Morgen des 4. Juli 1952. 34 Kilometer westlich davon, auf der Insel Catalina, watete eine 34-jährige Frau ins Wasser und schickte sich an, in Richtung Kalifornien zu schwimmen, entschlossen, diese Strecke als erste Frau zu bewältigen. Ihr Name war Florence Chadwick. Sie war bereits die erste Frau gewesen, die den Ärmelkanal in beiden Richtungen durchschwommen hatte. Das Wasser war eiskalt, und der Nebel war so dicht, dass sie kaum die Begleitboote ausmachen konnte.

Millionen schauten über die nationalen Fernsehsender zu. Mehrmals mussten Haie mit Gewehren vertrieben werden, um die einsame Gestalt zu schützen. Die Müdigkeit war nie ihr großes Problem bei diesen Schwimmleistungen gewesen – es war die eisige Kälte, die ihr zu schaffen machte. Über fünfzehn Stunden später bat sie, steif vor Kälte, aus dem Wasser geholt zu werden. Sie konnte nicht mehr. Ihre Mutter und ihr Trainer, die im Boot neben ihr herfuhren, sagten ihr, dass die Küste schon ganz nah sei. Sie drängten sie nicht aufzugeben, aber als sie zur kalifornischen Küste hinüberschaute, sah die Schwimmerin nichts als den dichten Nebel und bat darum, herausgeholt zu werden. Stunden später, als ihr Körper sich erwärmt hatte, kam der Schock über ihren Misserfolg. Nur eine halbe Meile vor der kalifornischen Küste war sie aus dem Wasser gezogen worden!

Ein Reporter fragte sie: „Miss Chadwick, was hat Sie davon abgehalten, diese letzte halbe Meile zu schwimmen?“ „Es war der Nebel“, antwortete sie. „Wenn ich das Land hätte sehen können, hätte ich es geschafft. Wenn man da draußen am Schwimmen ist und sein Ziel nicht sehen kann …“

Ziele motivieren

Der Satz von Miss Chadwick wurde weltberühmt: „Es war der Nebel – wenn ich das Land hätte sehen können, …“ Da sie ihr Ziel aus den Augen verloren hatte, gab sie kurz vorher auf.

Dasselbe passiert tagtäglich vielen Menschen in allen möglichen Lebens- und Berufsbereichen. Erst klare Ziele helfen, herausragende Ergebnisse zu erreichen. Nur wenn Sie wissen, wo genau Sie hin wollen, können Sie den genauen Weg dorthin festlegen und sofort die ersten Schritte in die richtige Richtung gehen.

Deshalb sind folgende Fragen so wichtig:

– Was sind meine beruflichen Ziele?

– Was sind meine geistigen Ziele? (Welche Fähigkeiten will ich mir aneignen?)

– Was sind meine familiären und gesellschaftlichen Ziele?

– Was sind meine geistlichen Ziele? (Was will ich für meine Seele tun? Was ist der Sinn meines Lebens und Tuns?)

– Wo liegen meine finanziellen Ziele?

Wenn wir ein hochgestecktes Ziel erreicht haben, ist das nicht nur Grund zur Freude und macht stolz, sondern spornt auch zu weiteren Leistungen an.

Vom „Unmöglichen“

Vom „Unmöglichen“

„Es macht Spaß, das Unmögliche zu tun.“

Es macht Spaß, das Unmögliche zu tun.
Walt Disney

Als ich dieses Zitat von Walt Disney das erste Mal las, musste ich richtig lachen, so frech und  so verblüffend finde ich es. Walt Disney deutet hier ja nicht nur vorsichtig an, dass man es vielleicht auch mal wagen könnte, scheinbar Unmögliches anzugehen – nein, er geht einfach davon aus, dass Unmögliches machbar ist und mehr noch: er behauptet, dass es Spaß macht, genau das zu tun.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mich motiviert diese Aussage ungemein. Es kribbelt mir richtig in den Fingern und ich lasse mich anstecken. Ja, und ich gebe zu, dass mich immer schon das gereizt hat, was andere für „unmöglich“ halten.

Aber ich kenne auch die andere Seite: schon im Vorfeld aufzugeben, ohne es überhaupt  versucht zu haben. Mag es sein, dass das mir das Risiko zu groß erschien oder dass ich mich durch die Meinung anderer demotivieren ließ – für mich war die Sache in diesem Moment jedenfalls „unmöglich“ (was nicht bedeutet, dass sie es auch wirklich war).

Walt Disney gehörte ja tatsächlich zu den Leuten, die „Unmögliches“ möglich gemacht haben – und es gibt viele weitere solcher Beispiele.

Was unterscheidet nun diese Menschen von denen, die am „Unmöglichen“ scheitern?

Vor allem wohl die Weigerung, an so etwas wie „Das ist unmöglich!“ zu glauben. Warum auch sollte man eine solche Aussage annehmen? Weil andere das so sehen? Weil sie selbst  diese Sache nicht geschafft haben? Weil ihre Vorstellungskraft so klein ist, dass sie sich einfach nicht ausmalen können, wie so etwas umzusetzen ist? Wie kann ich annehmen, dass nur weil ich etwas nicht kann oder es mir nicht zutraue, eine Sache auch für andere „unmöglich“ ist? Ist denn nicht vielmehr entscheidend, es auszuprobieren (sofern man es will) und dann eine solche Einschätzung aus der eigenen Erfahrung heraus zu treffen?

Ich glaube, dass unglaublich viel Potential darin liegt, angeblich Unmögliches nicht als solches zu akzeptieren. „Unmöglich“ ist ja in sehr vielen Fällen nichts anderes, als eine persönliche Meinung. Denk z.B. einmal daran, wie „möglich“ es den Menschen wohl früher erschien, dass wir fliegen werden oder dass wir mittels einer Maschine mit Menschen auf dem ganzen Globus kommunizieren können usw. usw.

Und so bin ich fest davon überzeugt, dass so unendlich viel mehr möglich ist, als wir denken – und DAS kann doch nur Mut machen, sich hin und wieder auch an das Unmögliche zu wagen, oder?

Die Motivation der Steineklopfer

Die Motivation der Steineklopfer

Die Motivation der Steineklopfer

Es war einmal ein Mann, den von den unterschiedlichen Motivationen der Menschen fasziniert war. Und so befragte er in diesem Zusammenhang  auch viele Menschen.

Eines Tages spazierte er an einem Steinbruch vorbei, wo viele Arbeiter mit Steineklopfen beschäftigt waren. Da fasste er drei Arbeiter ins Auge, die mit unterschiedlichem Eifer bei der Arbeit waren.

„Eine gute Gelegenheit, um diese Arbeiter nach ihrer Motivation zu befragen“, schoss es ihm durch den Kopf.

So ging er zu jenem Arbeiter, der immer wieder Pausen einlegte. Ein paar Klopfer auf den Stein und schon machte er Pause und blickte mürrisch durch die Gegend. Bei der nächsten Pause packte der Mann die Gelegenheit beim Schopf:

„Entschuldigen Sie, eine Frage. Wie sieht es mit Ihrer Motivation für diese Arbeit aus?“

„Motivation? So eine dumme Frage! Es gibt keine schlimmere Arbeit als dieses Steineklopfen. Aber weil es hier kaum Arbeit gibt, habe ich diesen Job angenommen. Ich mache sicher nicht mehr als notwendig. Hauptsache eine Arbeit, man kann es sich halt nicht immer aussuchen. Also von Motivation kann keine Rede sein!“

„Naja, aber auf eine freundliche Frage hätte ich mir auch eine freundliche Antwort erwartet“, so der Mann.

„Wie soll man bei so einer Arbeit freundlich sein. Die nimmt mir die ganze Lebensfreude und dann kommen Sie mit solch einer dummen Frage. Motivation – dass ich nicht lache!“

Der Mann ging eilig weiter zum nächsten Arbeiter. Dieser machte einen fleißigen Eindruck. Nun wollte es der Mann genauer wissen:

„Ihnen scheint das Steineklopfen Spaß zu machen, oder?“

„Ja, heute schon! Ein herrlicher Tag. Ich bin verliebt, herrliches Wetter heute, mein Chef hat mich morgens gelobt, und das Steinmaterial hier in diesem Bereich des Steinbruchs lässt sich gut bearbeiten. Und so geht mir die Arbeit leicht von der Hand und macht sogar Spaß!“

„Kann ich daraus auch schließen, dass Ihre Motivation nicht immer so hoch ist wie heute?“

Der Arbeiter: „Natürlich nicht! Das hängt von den Umständen ab. Nicht immer ist der Chef so gut aufgelegt. Und Steineklopfen bei Regen und kaltem Wetter macht alles andere als Spaß. Bei hartem Steinmaterial brauche ich häufig doppelt so lange. Was glauben Sie, wie es da mit meiner Motivation ausschaut?“

„Verstehe ich das richtig, dass Ihre Motivation vor allem von den Umständen und vom Umfeld abhängt?“

„Ja, genau“, antwortete der Steineklopfer und machte sich an den nächsten Stein.

Der Mann ging zum nächsten Arbeiter, der voller Eifer auf einen Granitbrocken hämmerte. Er sah ihm eine Weile beim Steineklopfen zu und war fasziniert, wie der Arbeiter ohne Unterbrechung auf den harten Stein klopfte. Ihn schien die schwere Arbeit richtig Spaß zu machen. Erst als der Mann den Arbeiter auf die Schulter klopfte, bemerkte ihn dieser.

„Macht Ihnen der harte Stein nicht zu schaffen?“, wollte der Mann wissen.

„Nein, überhaupt kein Problem. Mir macht es sogar richtig Spaß, den Stein zu bearbeiten!“

„Und wenn das Wetter mal nicht so schön ist wie heute, wenn es kalt und regnerisch ist, und wenn der Chef schlechte Laune hat, dann ist Ihre Motivation sicher nicht so groß, stimmt’s?“

„Die miese Laune von meinem Chef prallt an mir ab, und am Wetter kann ich auch nicht drehen. Was sollten diese Umstände an meiner Motivation ändern?“, antwortete der Arbeiter und bearbeitete schon wieder einen Stein.

„Aber ist das Steineklopfen nicht hart und eintönig?“

„Was heißt hier Steine klopfen? Sehen Sie nicht, was ich aus diesen Steinen mache? Ich arbeite am Gewölbe des Domes! Gibt es eine schöneres und ehrenvolleres Ziel als ein solches großartiges Gebäudes aufzubauen?“